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Von Pressburg nach Heddesbach

 Am 10. September 2019 mussten wir uns, sieben Tage nach seinem 81. Geburtstag, verabschieden von einem lieben Bewohner unseres Hauses.

 

In dieser Nacht und am frühen Morgen dieses Tages hatte die Tochter ein ungutes Gefühl und rief uns an gerade in dem Augenblick, als wir sie anrufen wollten, um ihr mitzuteilen, dass es mit ihrem Vater zu Ende geht. Schon bald war sie da. Später kamen auch noch seine beiden Enkelkinder.

 

Seine Eltern waren Weinbauern in Pressburg in der ehemaligen Tschechoslowakei, der heutigen Slowakei. Sie mussten nach dem 2. Weltkrieg mit ihren vier Kindern ihre Heimat verlassen. Er hatte noch drei Geschwister.

 

Der erste große Einbruch in seinem Leben war die Ausweisung aus seiner Heimat. Sie wurden nach Österreich ausgewiesen. Von dort ging es dann weiter nach Mannheim.

 

Nach der Volksschule besuchte er das Tullagymnasium. Kurz vor dem Abitur brach er jedoch ab und begann eine Lehre zum Speditionskaufmann. Rührig, wie er war, studierte er nebenbei VWA Betriebswirt und arbeitete danach lange Jahre in der Erdölraffinerie in Mannheim und späger bei der BASF bis zu seiner Rente.

 

Mit 25 Jahren heiratete er und wohnte zunächst in Heddesheim. Von dort zogen sie zunächst wieder nach Mannheim-Sandhofen. Die nächste Station war Weinheim. Von dort ging es ins Eigenheim nach Hemsbach. Seit seinem Aufenthalt in Mannhein-Sandhofen war er Mitglied im Männergesangverein und blieb auch später noch aktives Mitglied.

 

Er wohnte gerade mal acht Jahre mit seiner Familie in den eigenen vier Wänden als ihn der zweite Schicksalsschlag traf. Nach vierjähriger Krebserkrankung verstarb seine Frau mit 58 Jahren. Ihm blieb nur die gemeinsame Tochter.

 

Die letzten Jahre versorgte ihn seine Tochter, zum Schluss mit Unterstützung der Sozialstation, bis es auch so nicht mehr weiterging. So kam er vor drei Jahren zu uns ins Haus Maranatha.

 

Anfangs war er noch sehr mobil und erkundete den Ort. Einmal war er im Gespräch mit unserem Tankwart und anderen Dorfbewohnern. Man sprach auch davon, dass der vorbeifahrende Tankwagen zur Saftkelterei fuhr. Da brach er das Gespräch ab und meinte, er müsse doch mal sehen wo der Wagen hinfährt. Da kam wohl die Erinnerung an den Speditionskaufmann wieder hoch.

 

Er verabschiedete sich und weg war er. Er erschien nicht zum Abendessen im Haus. Das war ein Alarmzeichen. Sofort machten wir uns auf den Weg, ihn zu suchen. Alle Straßen wurden abgefahren – nichts. Da blieb nichts anderes, als die Polizei zu verständigen. Die Freiwillige Feuerwehr wurde ebenfalls eingebunden. Auch deren Suche war vergeblich, bis ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera eigesetzt wurde. Dieser entdeckte ihn schließlich abseits des Weges im Wald. Offensichtlich hatte er den Weg zurück nicht mehr gefunden und ging einfach weiter in den Wald hinein. Wie glücklich waren wir, als er wohlbehalten wieder „an Bord“ war.

 

Im letzten halben Jahren baute er immer weiter ab. Vor einigen Wochen war er nur noch ans Bett gebunden. Nun ist er endlich zur Ruhe gekommen.

 

Wir freuen uns sehr, dass seiner Tochter die Gelegenheit gegeben werden konnte, ihren Vater in den letzten Stunden seines Lebens zu begleiten. Vom frühen Morgen bis kurz nach Mittag war sie bei ihm und konnte in Ruhe von ihm Abschied nehmen.

 

Die Mitarbeiter schufen noch eine angenehme Atmosphäre im Zimmer mit Kerze und Blumen.

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