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Die generalistische Ausbildung, ein Gewinn?

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Wir halten Sie auf dem Laufenden aus dem Mehrgenerationenhaus Haus Maranatha

Mit einer Altersspanne von 33 Lebensjahren bis derzeit 88 Lebensjahren kann man vom Haus Maranatha zu Recht von einem Mehrgenerationenhaus sprechen.

 

Hier informieren wir Sie über Veranstaltungen im Hause Maranatha und weitere bedeutende Geschehnisse.

 

Hierzu gehören natürlich auch die Qualitätsberichte des MDK und der Heimaufsicht.

Es geht wieder nach Hause

 

Nach einem Krankenhausaufenthalt war es nicht mehr möglich, direkt nach Hause zu kommen. Auch die Angehörigen gingen davon aus, daß ein endgültiger Heimaufenthalt erforderlich ist. So kam eine neue Bewohnerin im April dieses Jahres in unser Haus.

 

Nun ist es uns zum dritten Mal gelungen, eine Heimbewohnerin soweit zu aktivieren, daß ihr sehnlichster Wunsch, zurück in ihr Haus zu gehen (sie hat Pflegestufe 2), in Erfüllung gegangen ist. Heute, am Sonntag, dem 15.07.2012 wurde sie, von Angehörigen begleitet, nach Hause entlassen. Mit der Unterstützung von Angehörigen, Nachbarn und dem ambulanten Pflegedienst war es ihr vergönnt, bis zu ihrem Tode im Jahre 2014 im eigenen Hause zu leben.

 

Ein Erfolg der aktivierenden Pflege gem. SGB XI, § 28, Abs. 4!

 

Mein Dank gilt vor allem meinen Mitarbeitern, die diesen Paragraphen in ihrer Arbeit mit Leben erfüllt haben.

Der Erfolg ist aber nicht der Leistungsbereitschaft der Pflegekassen und des Staates zu verdanken, da mit dem von diesen genehmigten Pflegepersonal
- für das Haus Maranatha 6,475 Planstellen -

die vom Gesetz geforderte aktivierende Pflege nicht zu leisten ist.

 

Um solche Ergebnisse zu erreichen, ist mehr Personal erforderlich. Im Hause Maranatha stehen hierfür Pflegekräfte mit 8,02 Planstellen zur Verfügung. Die Argumentation der Kostenträger Pflegekassen und Sozialamt ist:

 

Wir bezahlen nur 6,475 Planstellen - was darüber hinausgeht müssen Sie auf eigene Rechnung machen!

 

Eine menschenwürdige Argumentation sieht für uns, die Mitarbeiter des Hauses Maranatha, anders aus!

Nutzen der generalistischen Ausbildung
Zur generalistischen Ausbildung.pdf
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Achtung Behördenfalle!

 

Eine Person ist pflegebedürftig und befindet sich im Pflegeheim.

Ist sie verheiratet, nennen das die Behörden „Bedarfsgemeinschaft“ selbst dann, wenn der Ehepartner nicht pflegebedürftig ist und im Heim lebt. Einer solchen Bedarfsgemeinschaft wird vom Gesetzgeber ein sogenannter Schonbetrag von € 3.214,00 zugestanden. Dies ist der Betrag, den der Sozialhilfeträger nicht zur Deckung des Lebensunterhaltes heran ziehen darf. Die darüber hinaus gehenden Finanzmittel sind zur Deckung des Lebensunterhaltes einzusetzen, bevor der Sozialhilfeträger leistet.

 

Bis zum August 2016 musste der Partner dieser „Bedarfsgemeinschaft“, der über Einkommen verfügt, seine Einkünfte und sein Vermögen offenbaren und einen Teil seiner Einkünfte für seinen hilfebedürftigen Partner zur Verfügung stellen. So weit ist dies auch nachvollziehbar und richtig.

 

Seit August 2016 hat das Sozialamt des Rhein-Neckar-Kreises diese gängige Praxis geändert.

 

Wie bisher hat der nicht hilfebedürftige Partner dieser Bedarfsgemeinschaft weiterhin sein Vermögen und Einkommen offen zu legen.

 

Seit August 2016 folgt das Sozialamt dieser Systematik:

 

1 Der gesetzlich garantierte Vermögensschonbetrag wird an einem Stichtag bestimmt. Dieser Stichtag ist der erste jeden Monats. Übersteigt das am ersten des Monats vorhandene Vermögen (Sparbücher, Girokonten) den festgelegten Schonbetrag von € 3.214,00, gilt das diesen Betrag übersteigende Vermögen als VERWERTBARES oder EINSETZBARES Vermögen.

 

2 Berücksichtigt werden in der Berechnung des Sozialamtes AUSSCHLIESSLICH die Aufwendungen des hilfebedürftigen Partners zum Leben (Heimkosten). Die Lebenshaltungskosten des nicht hilfebedürftigen Partners bleiben völlig unberücksichtigt (Miete, Lebenshaltung, Versicherungen, usw.).

 

3 Der angeblich leistungsfähige Partner der Lebensgemeinschaft WIRD NICHT über die Praxis des Sozialamtes INFORMIERT! Das Sozialamt kürzt einfach den Unterhaltsanspruch des hilfebedürftigen Partners und leistet nur noch das um das angeblich verwertbare, einsetzbare Vermögen gekürzte Entgelt.

Konkrete Situation:


Renteneingang des „leistungsfähigen“ Partners erfolgt am letzten eines Monats (hier € 950)
Stichtag ist der erste des Folgemonats

Hiermit entsteht die Situation, Schonbetrag € 3.214,00 + Renteneingang € 950,00 = Vermögen € 4.164,00. Der Schonbetrag wird also um diese Renteneingänge überschritten und als VERFÜGBARES Vermögen behandelt. Dass der Rentenempfänger selbst aber Miete, Nebenkosten, Versicherungen und eigene Lebenshaltung aufwenden muss, bleibt bei dieser Rechnung des Sozialamtes unberücksichtigt.

 

Ich betrachte das Verhalten des Sozialamtes als einen Skandal. Da das Sozialamt aber den nicht hilfebedürftigen Partner nicht informiert, läuft er unweigerlich in diese Falle.


Um durch den Schonbetrag nicht in eine ungerechtfertigte Leistungspflicht zu geraten, müsste dieser Schonbetrag also soweit reduziert werden, dass bei Renteneingang keine Überschreitung des Schonbetrages zustande kommt.

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