Unser Menschenbild

Der Mensch ist von Gott geschaffen. Seine Zweckbestimmung war, Herr dieser Erde zu sein. Sie wurde ihm als Geschenk von Gott übergeben (1. Mose 1,28). Durch seine
Entscheidung, ohne Gott leben zu wollen (1. Mose 3,1 – 7), hat sich der Mensch in unsagbares Leid gestürzt. Aus dieser Entscheidung folgerten
Scham – Furcht – Selbstrechtfertigung – Schuldverschiebung auf andere – Mühe – Schmerzen – Krankheit – Egoismus – Hass
– Mord – Verlustschmerzen – Einsamkeit - Hoffnungslosigkeit - Tod
Mit den Auswirkungen dieser Entscheidung des Menschen müssen wir uns auch heute in der pflegerischen Versorgung auseinandersetzen. Manche Menschen sind weniger
betroffen und andere haben die volle Last zu tragen. Nicht nur, dass wir diesen Auswirkungen begegnen, sie sind auch auf weite Strecken immer wieder Teil unseres Selbst.

So bedrückend dieses Bild vom Menschen auch sein mag, für Hoffnungslosigkeit ist kein Platz. Gott bietet dem Menschen in seiner Liebe die Wiederherstellung der
Vollkommenheit und Beständigkeit, die ihm ursprünglich zugedacht waren, an.
In Wesen Jesu Christi hat er seine Vorstellung eines würdigen Menschenbildes für alle Menschen sichtbar gemacht.
Offenheit – Vertrauen – Vergebung – Verantwortung – Unterstützung – Zuwendung – Freude – Liebe – Hilfsbereitschaft – Mitgefühl
– Hoffnung
Entscheidend ist, daß er uns seine Vorstellung nicht aufzwingt, sondern uns einlädt, daran teil zu haben. Bedeutsam ist hierbei, daß er den Menschen in die
Verwirklichung einbindet. Dies trifft in besonderer Weise auf Pflegekräfte zu. Damit tragen die Mitarbeiter des Hauses MARANATHA zur Wiederherstellung eines würdigen Menschenbildes
bei.
Die Wirklichkeit
ist oft ganz anders
