Das Personal
In der Leistungs- und Qualitätsvereinbarung vom 30.01.2003 wurde dem Hause MARANATHA für jeden Pflegebedürftigen für
die Leistungsbereiche
Körperpflege, Ernährung und Mobilität.
folgende Personalausstattung in den betreffenden Pflegestufen zugestanden:
Pflegestufe 0 = 0,096 Planstellen, somit mit 24 Minuten/Tag
Pflegestufe 1 = 0,32 Planstellen, somit mit 80 Minuten/Tag
Pflegestufe 2 = 0,45 Planstellen, somit mit 112,5 Minuten/Tag
Pflegestufe 3 = 0,61 Planstellen, somit mit 152 Minuten/Tag
Hieraus ergibt sich bei der zu berücksichtigenden Bewohnerstruktur derzeit eine Personalausstattung von 7,12 Pflege- und Betreuungskräften.
Ohne entsprechende Vergütung über das Heimentgelt werden vom Träger des Hauses MARANATHA weitere 1,96 Planstellen zur Verfügung gestellt. In Verbindung mit weiteren Maßnahmen ist so eine Versorgung entsprechend den Forderungen des Gesetzes gewährleistet.
Die von den Pflegekassen und dem Sozialhilfeträger genehmigten Pflegekräfte werden mit der Kostengruppe "pflegebedingte Aufwendungen" finanziert.
Eine Finanzierung und damit Bereitstellung von Personal für die Leistungen
- Behandlungspflege
- soziale Betreuung und
- persönliche Lebensführung
ist bisher von den Pflegekassen und dem Sozialhilfeträger genauso wenig vorgesehen wie die Berücksichtigung von Dokumentationsaufgaben und Qualitätssicherungsmaßnahmen.
In der Pflegesatzverhandlung vom 06. September 2011 war es meine Absicht, mit Unterstützung des Heimbeirates, der Vertretung der Heimbewohner, die Personalausstattung dem vorhandenen Bedarf anzupassen. Die Kostenträger waren jedoch in der Verhandlung nicht dazu zu bewegen, den seit 1996 bestehenden Personalschlüssel auf den realen Bedarf anzupassen. Somit ändert sich nichts an der mangelhaften Finanzierung der bestehenden Personalausstattung.
Interessierte haben in Kürze die Möglichkeit, sich über die finanziellen Rahmenbedingungen zu informieren, die von den Kostenträgern Pflegekassen und Sozialhilfeträger festgesetzt wurden.
In diesem Zusammenhang werden die finanzierten Leistungen den tatsächlichen Leistungen gegenüber gestellt.
Die Wirklichkeit
ist oft ganz anders
